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4. CI-Tag: Berichte




Deutsche Cochlear Implant

Gesellschaft e.V.

 

 
Berichte vom 4. Deutschen CI-Tag - 20. Juni 2009
Kommunikation – der Schlüssel zur Gemeinschaft

Liebe CI-Tag-Akteure!
Von zahlreichen CI-Tag-Aktionen aus vielen Orten Deutschlands können wir
berichten: Herzlichen Dank allen Autoren und Fotografen!

DCIG und Redaktion Schnecke


Bad Nauheim



Auch in diesem Jahr waren Vertreter des CIV HRM beim 15. Friedberger Symposium am 26. und 27. Juni 2009 in Bad Nauheim präsent. Zusammen
mit der DCIG, vertreten durch den neuen Geschäftsführer Michael Loskarn und Ute Jung, stellten wir vom CIV HRM einen Informationsstand der Selbsthilfe auf. Mit im CIV HRM-Team waren Michael Schwaninger, 1. Vorsitzender, die SHG-Leiter Ingrid Kratz, Frankfurt, und Rudolf Schütz, ‘CI-Kaffee’ Friedberg, und ich als 2. Vorsitzende. Abwechselnd konnten wir an den vielen interessanten Vorträgen rund um das Thema ‘CI’ teilnehmen. Es fanden viele informative und interessante Gespräche statt. Viele Mediziner und auch Vertreter aus der Hörgeschädigten-Szene sahen an unserem Stand, wie gut CIs am ‘lebenden Objekt’ funktionieren.
 

Renate Hilkert, Nordhäuser Str. 102, 64380 Roßdorf


Bochum

Der CI-Tag am 20. Juni war Anlass für das CI-Zentrum ‘Ruhrgebiet’, ein Sommerfest und einen Infotag in Kooperation mit der Firma MED-EL zu veranstalten; ca. 200 Besucher kamen. Der Vormittag bot reichlich Infos für
alle CI-Erfahrenen und -Interessenten. Ärzte, eine Logopädin und ein erwachsener CI-Träger berichteten über  Themen von der OP bis zu den Erfahrungen aus dem Alltag eines Hörgeschädigten. Eine Besonderheit war
der Beitrag einer Mutter, die sowohl von ihrem fünfjährigen Sohn als auch von ihrer Schwiegermutter berichten konnte. Der CI-erfahrene Enkel führt seine frisch CI-versorgte Oma in die Welt des neuen Hörens ein. Bei Speisen von Büfett und Grill hatte man Zeit, sich auszutauschen oder im Gespräch mit
den Mitarbeitern des CI-Zentrums und der Firma MED-EL persönliche Fragen
zu erörtern. Die Workshops von MED-EL boten Schulung im Umgang mit dem Gerät und Beratung in Kleingruppen an. Während der gesamten Zeit bot die Kinderbetreuung durch die Firma Fun-concept und Mit-arbeiter des CI-Zentrums Unterhaltung und Spaß für die Kinder. Es wurde geschminkt, gemalt, gebastelt und gebaut. Eltern wie Kinder waren eifrig damit beschäftigt, um die Wette Socken zu sortieren oder nach Süßem zu schnappen. Im Hörmobil des DSB konnte jeder Besucher sein Hörvermögen überprüfen lassen. Das große Hörsaalzentrum bot genügend Räume für alles, sodass das Fest trotz des trüben Wetters nicht ins Wasser fiel.

Claudia Monno, St. Elisabeth Hospital, CI-Zentrum, Bleichstr. 15, 44787 Bochum


Bremen

Unter dem Motto ‘Bremen macht mit – 4. Deutscher CI-Tag 2009’ hat sich das CI-Team Bremen mit  Werner Wempe, Professor Dr. Di Martino, Dr. Susanne Rotermund, der CI-Gruppe Bremen und mir am bundesdeutschen CI-Tag beteiligt. Dieses Jahr wurde ein öffentlicher Informationsstand zum Thema ‘Hören mit CI’ auf dem Bremer Marktplatz aufgestellt. Erwachsene CI-Träger kamen mit Eltern von bereits oder künftig CI-versorgten Kindern ins Gespräch. Vielen Passanten wurde das CI vor Ort und direkt am Ohr von CI-Trägern gezeigt und erklärt. Das  ausgelegte Infomaterial der DCIG erfreute sich sehr großer Beliebtheit. Den Höhepunkt unserer gelungenen Veranstaltung bildete die Luftballon-Aktion. Die 100 grünen Luftballons, die pünktlich mittags um 12 Uhr ihren Weg vorbei an der Bremer Bürgerschaft in Richtung Bremer Dom nahmen, zogen das breite Interesse der Passanten auf sich.   

Dr. Uta Lürßen, Auf der Hohwisch 52, 28207 Bremen


Darmstadt

Am 20. Juni 2009  erlebte Darmstadt seinen ersten CI-Tag. Wir begingen
diesen mit Spannung erwarteten Tag mit der HNO-Klinik Darmstadt-Eberstadt. Eröffnet wurde die Veranstaltung von Darmstadts Stadtrat und Klinikdezernent Dirk Molter und dem Chefarzt PD Dr. Baier. Dann begannen Vorträge über hörverbessernde Operationen, wozu auch die CI-Versorgung zählt. In der HNO-Klinik konnten sich die Besucher informieren, sogar die OP-Abteilung erklärte ihre Instrumente. Es gab kostenlose  Hörtests. Die Klinik stellte Verpflegung. Unsere SHG präsentierte einen gut besetzten Stand, sogar Michael Schwaninger kam zum Einsatz. Uli Rauter war für die Luftballon-Aktion zuständig und pünktlich um 12 Uhr gingen etliche Ballons in die Luft. Die CI-SHG Darmstadt wurde wieder ein Stückchen bekannter, es waren viele Menschen da, die noch nie etwas vom CI gehört hatten. Einige suchten  das Gespräch, weil sie mit ihren Hörgeräten kein ausreichendes Sprachverstehen mehr haben.
 

Renate Hilkert, Nordhäuserstr. 102, 64380 Roßdorf


Eberswalde

In diesem Jahr beteiligten wir uns am 4. CI-Tag mit einem Informationsstand
in der Rathauspassage in Eberswalde. Wir sehen uns bestätigt, öffentliche Stadtfeste zu nutzen, denn hier konnten wir  unseren Stand kostenlos auf-bauen und erhielten von dem Personal des Hauses jede Unterstützung. Es freute uns, dass auch ehemalige Schüler und Kollegen uns den ganzen Tag tatkräftig unterstützten. Die mintfarbenen Ballons waren der heiße Renner – dadurch kamen besonders Kinder mit ihren Familien oder Freunden zu uns.
Die Erwachsenen holten sich Informationen und nutzten die Gespräche – die Kin-der konnten in dieser Zeit kreativ unsere vorbereiteten Schnecken gestal-ten. Die zur Verfügung gestellten Materialien, Schnecke-Ausgaben und die kleinen Präsente erleichterten es uns, anschaulich übers CI zu informieren. Obwohl mittags graue Wolken am Himmel aufzogen, ließen die Besucher ihre ‘Taub-und-trotzdem-hören!’-Ballons auf der Wiese hinter dem Einkaufszentrum steigen. Beim 5. Deutschen CI-Tag sind wir wieder dabei und lassen uns von neuen Ideen inspirieren.
 

Elke Bode und Anita Hänel, Wildparkstr. 1, 16225 Eberswalde


Erfurt

Warum nicht mal ein Sommerfest für unsere SHG? Gedacht und getan – wir trafen uns am 4. Deutschen CI-Tag bei Sonnenschein und heranziehenden dunklen Wolken im 1. Deutschen Bratwurstmuseum im thüringischen Holzhausen. Während der sehr interessanten Führung (mit SHG-eigener Personenführungsanlage) durch das mit Sachkenntnis gestaltete Museum erfuhren wir viel über die echte Thüringer Bratwurst. Schmunzeln konnten wir über Bratwurstgeschichten. Im Freigelände ließen wir dann die Luftballons steigen, kosteten gegrillte Bratwurst und führten Gespräche rund ums CI –
auch mit anderen Gästen des Museums. Nach dem Mittagessen in der nahen Partyscheune nutzten einige das schöne Wetter und die wunderbare Umge-bung zu weiteren Aktivitäten – Besuch der Wachsenburg, des Otto-Knöpfer-Hauses (Maler) und einer tiefen Quelle. Zum Ausklang traf sich ein kleiner
Kreis zum Kaffee in der Gaststätte Freudenthal – bekannt durch die Sage
vom zweibeweibten Grafen von Gleichen.
 

Elke u. Karl Beck, Brühl 33, 99192 Gamstädt-Kleinrettbach


Erlangen

Das CI-Centrum CICERO an der HNO-Klinik des Uniklinikums Erlangen präsentierte sich im Rahmen des 4. Deutschen CI-Tages auf den ‘Verbraucherberatungstagen 2009’ mit einem Informationsstand auf dem Schlossplatz. Ziel war es vor allem, über Probleme und Barrieren, mit denen
CI-Träger konfrontiert sind, zu informieren sowie über einen möglichen Hörerfolg mit CI. Viele Besucher nutzten das persönliche Gespräch mit den Experten
und Betroffenen, um mehr über das CI und das CICERO zu erfahren. Auch Schwerhörige und Hörgeräteträger, die den Stand besuchten, informierten sich  bei den Audiologen und Therapeuten. „Das große Interesse hat uns gefreut. Dennoch waren wir überrascht, dass so viele hörgeschädigte Menschen nicht wissen, was ein CI  leisten kann“, so CICERO-Logopädin Cynthia Glaubitz.
 

Silke Martin, Marie-Curie-Str. 1, 91052 Erlangen


Essen

Am 20. Juni 2009 – dem 4. Deutschen CI-Tag –  fand  das Sommerfest des
CIC Ruhr im Steeler Stadtgarten statt. Therapeuten des CIC Ruhr, Mitarbeiter der Firma Bagus, Ärzte der HNO-Uniklinik Essen, Hanna Hermann, Redak-teurin der Schnecke, sowie Mitarbeiter der Firma Humantechnik und der Provinzial-Versicherung waren vor Ort und informierten über CI, medizinische und therapeutische Aspekte sowie technisches Zubehör. Vormittags wurde für Kinder und deren Familien  viel geboten. Zauberer Thomas bastelte Luftballontierchen und begeisterte mit magischen Zaubertricks. Dr. Karen Jahn, Dipl.-Psychologin, Datteln, selbst hörgeschädigt, hielt den Vortrag  ‘Warum
ich? Akzeptanz der Hörschädigung im Kindes- und Jugendalter’.
Die freiwillige Jugendfeuerwehr Steele fuhr mit einem Löschfahrzeug vor und
ließ die Kinder ein ‘brennendes’ Haus löschen. Um  12 Uhrbeteiligten wir uns
an der Luftballon-Aktion und ließen Dutzende von grünen Ballons steigen. Nachmittags begann das Programm für Erwachsene mit dem Thema ‘Auswirkungen der Hörschädigung in Familie und Alltag – Was kann ich tun? – Bewältigungs-strategien’, das Dr. Oliver Rien, Dipl.-Psychologe, Bad Grönenbach, ebenfalls selbst hörgeschädigt, sehr mitreißend referierte – unterstützt durch Gebärden. Es folgten ein reger Austausch bei Kaffee und Kuchen sowie eine Tombola. Den Hauptgewinn, einen Licht- und Vibrationswecker, spendete Firma Humantechnik. Den ganzen Tag sammelten wir bunte Handabdrücke für die Aktion ‘Painting Hands’ gegen Kinderarmut.
Die bunten  Tücher werden nach Berlin geschickt und mit allen deutschland-
weit gesammelten Tüchern wird am 19. September 2009, dem Weltkindertag, der Reichstag umspannt. Später folgte eine Luftballon-Aktion für  Erwachsene. Wir danken allen  für Initiative, Spenden, Informationsmaterial und Give-aways:  Dr. K. Jahn und Dr. O. Rien, H. Hermann, Freiwillige Jugendfeuerwehr Essen-Steele, Cochlear, MED-EL, Advanced Bionics, Humantechnik, Phonak, Audio Service, Zauberer Thomas Dornbusch, Provinzial-Versicherung, Linde-Gas.
 

Janine Sauer, CIC Ruhr, Bagus, Eickelkamp 2, 45276 Essen



Frankenthal

Eine Hüpfburg in der Mensa des Pfalzinstitutes in Frankenthal? Die Kleinen waren begeistert und hüpften um die Wette. Dass alle Attraktionen innen stattfanden, hat die Stimmung eher beflügelt. An die 200 Besucher waren gekommen und konnten unter vielen Mitmach-Aktionen wählen: meterhohe Türme aus Klötzchen bauen, Spielsachen selber basteln, Fische angeln, Riesenseifenblasen schweben lassen und, und, und... Eine Schlange bildete sich stets beim Gesichter-Bemalen. Die Kinder konnten auswählen, was sie sein wollten, z.B. Vampir, Kätzchen oder Pflanze. Dann gab es eine Zaubervorführung vor staunenden Kindern. Getränke und Salate, Kuchen und Würstchen haben die CI-Firmen gesponsert. Die kleinen Teilnehmer zeigten, was sie in einem Tanzprojekt einstudiert hatten. Für die Erwachsenen waren PCs mit Lernprogrammen aufgestellt, außerdem gab es drei Fachvorträge.
Alle ließen zu guter Letzt die grünen Luftballons in den grauen Himmel steigen, begleitet vom Wunsch, dass sie weit fliegen und von unserem gelungenen CI-Fest künden mögen.
 

Arnold Erdsiek, Kurweg 58, 67316 Carlsberg


Frankfurt am Main

 

Am Info-Stand des CIV HRM verteilten wir Schnecken, Cinderellas, DCIG-Infomaterial, Malbücher, bunte Ohrstöpsel und viele Give-aways. Unser diesjähriges Motto (Sigrid Kaiser!) lautete ‘Ertaubung ist kein unabwendbares Schicksal – es gibt das CI!’ Dieses zweiseitige Großplakat wurde vor unserem Stand aufgestellt. Akustiker führten kostenlose Hörtests durch und stellten uns einen Lärmometer zur Verfügung, mit dem wir über Kopfhörer Interessenten zeigen konnten, wie laut und wie schädlich z.B. ein MP3-Player eingestellt ist. Ein Jugendlicher konnte kaum glauben, dass er bei fast 100 Dezibel Musik
über Kopfhörer hörte. Mit großer Freude wurde unsere Luftballon-Aktion von
den kleinen Bürgern angenommen. Besonders hat uns gefreut, dass gleich mehrere Ärztinnen der Uniklinik Frankfurt anwesend und sehr engagiert waren, auch Dr. Silke Helbig kam mit ihrer kleinen Tochter, später auch ihr Ehemann mit Sohn. Mindestens fünfzig Passanten wurden von uns beraten. Pater Amandus von der Liebfrauengemeinde verweilte lange in interessante Gespräche vertieft bei uns.
 

Ingrid Kratz, Fuchstanzstr. 1, 65795 Nattersheim und Wolfgang Kaiser


Güstrow

Bei der Jubiläumsveranstaltung am 19. und 20. Juni 2009 konnte das CIC
‘Ernst Lehnhardt’ M-V auf zehn erfolgreiche Jahre zurückblicken. Das CIC-
Team und Leiterin Juliane Oehlwein konnten ca. 150 Gäste im Güstrower Kongresscentrum ‘Viehhalle’ begrüßen, viele Patienten und zahlreiche Ehrengäste, wie Prof. Dr. Dr. Ernst Lehnhardt, Prof. Dr. Pau von der HNO-Uniklinik Rostock und PD Dr. Kaftan von der HNO-Uniklinik Greifswald. J. Oehlwein ging in ihrer Begrüßung auf die ereignis- und entwicklungsreichen, aber erfolgreichen zehn Jahre ein. Danach sprach der Pionier der deutschen
CI-Geschichte und Namensgeber des CIC in Güstrow, Prof. Lehnhardt, von abenteuerlichen Methoden, die allen viel Mut abverlangten. Nach weiteren Grußworten erläuterte Dr. Bodo Bertram die ‘bilaterale Versorgung aus pädagogischer Sicht’. Sehr aufschlussreich referierte Prof. Dr. Annette Leonhardt über gehörlose Eltern und deren Kinder mit CI.
Es ist eine besondere Herausforderung, diesen Kindern den Weg aus der Stille zu ermöglichen. Ergreifend berichteten dann Patienten, die betonten, dass das Hören mit CI ein enormer Gewinn sei. Ein Höhepunkt war das Programm der
CI-Kinder, die ‘Dornröschen’  aus der Stille ins Leben holten, so, wie es ihnen mit dem CI ergangen ist. Am Samstag folgte der 4. Deutsche CI-Tag. Das CIC öffnete seine Räume für Interessenten. Die Kinder konnten basteln, Karussell fahren und Theater spielen. Wie an jedem CI-Tag startete um 12 Uhr die von
der DCIG organisierte Luftballon-Aktion, für die Kinder sehr aufregend.
Ich wünsche dem CIC ‘Ernst Lehnhardt’ M-V, viel Erfolg für eine lange erfolgreiche Arbeit.

Helmut Fett, Schönfelder Weg 29, 19406 Kobrow


Halle

Der  4. CI-Tag wurde auch 2009 in der HNO-Uniklinik als ‘Tag des Hörens’ gestaltet. Wir erweiterten das Spektrum über das CI hinaus, um einen
Überblick über diagnostische und therapeutische Möglichkeiten bei Hörstörung zu geben. PD Dr. K. Neumann, Direktorin der Klinik, stellte das Thema ‘Hörstörung durch Erkrankung des Mittelohres – wann kann eine Operation helfen?’ dar und informierte über ‘Erkrankungen des Innenohres – Hörgerät oder Implantat?’. Akustiker stellten ihre Produkte vor, boten Hörprüfungen an und beantworteten viele Fragen, was auch CI-Träger und Träger anderer Hörimplantate dankenswerterweise taten. Wir wissen, dass bei Hörstörungen
oft Hemmschwellen über-wunden werden müssen, um professionelle Hilfe zu suchen. Mit dem regelmäßigen ‘Tag des Hörens’ außerhalb der Sprechstunden soll die Kontaktaufnahme zu uns und den technischen Spezialisten erleichtert werden. Wir freuen uns über regen Besuch und positive Rückmeldungen
unserer Gäste.
 

Dr. Christine Rasinski, HNO-Uniklinik, Magdeburger Str. 12, 06112 Halle


Hamburg

Am 20. Juni fand der 4. CI-Tag in den Räumen und im Außenbereich des BdS e.V. statt. Nach der Vorbereitung begrüßten Matthias Schulz und ich die Gäste und Referenten. Anwesend waren: CIV-Nord e.V. mit Sigrid Gurk, Eoghan Crefeld, Renate Krischer und Walter Linde; die SHG ‘Hörbehinderte Eltern mit CI-Kindern’ mit Jan Haverland; HNO-Praxis Dr. Sanchez mit Frau Krebs; Michaela Dabrovski-Vöge, Logopädin; Frühförderung von der Schwerhörigen-schule mit Edelgart Winter und Ingrid Roth; BdS e.V. mit Dr. Hans-Hagen Härtel, Peter Drews und Bettina Grundmann. M. Dabrovski-Vöge bot an diesem Tag Hörtraining an, das sehr gut besucht war. Mittags startete der Chicken-Run auf dem Sportplatz. Alle mussten einige Runden drehen. Leider beendete – zur Freude der Erwachsenen – ein starker Regenschauer den Sport. 
Anschließend wurden die Luftballons gestartet. Ab 14 Uhr gab es  Vorträge
u.a. von Thomas Kortmann vom CIC SChleswig-Kiel über das Upgrade für ‘alte’ Implantate und die Hybridversorgung und von J. Haverland über seine späte CI-Versorgung sowie der frühen seiner Kinder. Dr. Sanchez und Frau Krebs sprachen über wohnortnahe CI-Versorgung in Hamburg.
 

Renate Krischer und Sigrid Gurk, Steffenbrook 78, 24226 Heikendorf

Hamburg - ‘Stimmen’ der Teilnehmer

Ich bin begeistert von dem, was hier stattfand! Karin Lühr, Lübeck, Walter
Linde, Kiel. Beim nächsten CI-Tag bin ich wieder dabei, auch wenn der Weg ‘etwas’ weit ist. R. Krischer, Heikendorf. Es hat mir gut gefallen. Eoghan Crefeld, Hettlingen. Nächstes Mal bin ich  mit meiner Oma Sigrid wieder da! Juliana, Trelde.  Die CI-Gruppe im BdS e.V. dankt für den 4. CI-Tag. Dank an Firma Cochlear für die T-Shirts, Claudia Cöllen für die T-Shirt-Gestaltung, dem CIV-Nord für Sachpreise, M. Dabrovski-Vöge fürs Hörtraining, dem BdS für die Räumlichkeiten und Dank allen Helfern. Wir sehen uns am 12. Juni 2010 zum
5. CI-Tag!
 

Pascal Thoman, Böcklerstr. 32, 22119 Hamburg


Hamm

Hamm gehört dazu – am 4. Deutschen CI-Tag stand der Infostand in der Fußgängerzone, die Mitglieder in ihren einheitlichen T-Shirts hatten dann den ganzen Tag zu tun. Unsere Hauptziele, den Bekanntheitsgrad des CIs sowie unserer SHG zu erhöhen, erreichten wir. Die Zahl der Ratsuchenden, Interessierten und Betroffenen war höher als im letzten Jahr. Bei den Gesprächen mit Passanten (Klein und Groß, Hörgeräte- und CI-Träger sowie
gut Hörende) konnten wir auch viele Infos übers CI, Technik, Kontaktadressen etc. weitergeben. Nachfragen kamen u.a. von Sonderschullehrern und Kindergärtnerinnen. Unser Angebot, am SHG-Treffen am 22. August 2009 zum Thema ‘Schwerbehindertenrechnung nach SGB IX, Nachteilsausgleich’ teilzunehmen, wurde mehrfach angenommen. Erfreulich war, dass der Standbesuch der Bürgermeisterin 2008 die CI-Versorgung eines Jugendlichen nach sich zog, der eine SHG (s.S. 51) gründete.  Als ‘lebende Beispiele’ konnten wir von den Erfolgen der Versorgung – Hörgerät oder CI – überzeugen. Weniger erfreulich waren die öfters gehörten Äußerungen von Hörgeräteträgern über ihre Ärzte, die ihnen sagten, dass es keine andere Hilfe als Hörgeräte
gäbe und man sich damit abfinden müsse, schlecht oder gar nichts mehr zu hören. Es gibt CIs!
 

Ronald Stein, Carlo-Mierendorff-Str. 13, 58730 Fröndenberg


Kassel

Am 4. CI-Tag hatte ‘HÖRT HER! – SHG für Eltern hörgeschädigter Kinder’
einen Infostand am Opernplatz. Erst ab 11 Uhr wurde es dort voll. Unsere ‘Hörspiele’ wurden gern ausprobiert, das Zuordnungsspiel kam gut an und auf das Bären-Memory mussten wir höllisch aufpassen, da viele dachten, man könnte die niedlichen Bären mitnehmen. Ich war erstaunt, wie viele  Leute am Stand waren, die das CI kannten und Infos für Freunde oder Angehörige suchten. Es gab aber auch einige, die das CI noch nicht kannten und die
dann völlig begeistert waren. Die Luftballons erfreuten sich großer Beliebtheit, besonders bei den Kindern, bei den Erwachsen meist erst, wenn sie von der Gewinnmöglichkeit erfuhren.
 

Ellen Greve, Im Krauthof 8, 34128 Kassel


Kassel

Wir hatten unseren CI-Tag auf den 27. Juni 2009 verlegt und einen Infostand
auf dem Friedrichsplatz aufgebaut. Zuerst lenkte eine Demo die Aufmerksam-keit von uns ab, danach hatten wir bis 17 Uhr ständig zu tun. Viele Vorbeigehende lasen nur aufmerksam das große Plakat des LV Hessen. Zumeist haben wir die Leute angesprochen. Besonders freuten wir uns über etliche noch junge Menschen, die unsere Infos als Multiplikatoren weitergeben möchten, Lehrer, Kindergärtner, Sozialarbeiter und einen jungen Mann, der
uns gefragt hatte, ob wir in seiner Gruppe einen Vortrag über Hörschädigung und CI halten würden. Besonders gut war es, dass an unserem Stand eine junge CI-Trägerin sehr engagiert Beratungen machte, besonders für jüngere Schwerhörige. Es kamen immer wieder Mitglieder unseres Verbandes und der SHG und unterstützten uns. Danke! Im Vorfeld stand am 20. Juni ein sehr
guter Artikel über uns und das CI auf der dritten Seite der HNA. Gedankt sei dem Journalisten Herrn Dilling, der sich sehr ehrlich für uns interessiert hatte. Fazit: Es hat sich bestimmt gelohnt.
 

Gisela Mätzke, Holtrupper Weg 13, 34434 Borgentreich


Kreuztal-Siegen

 

Der 4. CI-Tag und der 1. für unsere CI-SHG ‘Südwestfalen’ fielen auf den ‘14. Tag der Begegnung’. Dieser besondere Tag wird auf der Siegplatte von Behinderten und Nichtbehinderten gemeinsam gestaltet und gefeiert. Über dreißig SHGs, Vereine und Verbände  präsentierten sich der Öffentlichkeit.
So auch wir. Mit dem Verein der Hörbehinderten aus Bad Berleburg/Siegen bezogen wir um 11 Uhr einen Stand. Nach der Eröffnung durch den Behindertenbeauftragten der Stadt Siegen, Rainer Damerius, nahm dieser ereignisreiche Tag seinen Lauf. Trotz des nicht immer schönen Wetters wurde unser Infostand von Anfang an stark frequentiert. Es wurden viele  aufklärende Gespräche rund um das CI geführt und unser Infomaterial fand reißenden Absatz. So manches Erstaunen gab es, wie das geht, mit dem ‘Taub und trotzdem hören!’ und uns CI-Versorgten hat die Aufklärung so richtig Spaß gemacht. Bis 17 Uhr hatten wir alle Hände voll zu tun und ich danke meinen Mitstreitern herzlich. Es war ein anstrengender, aber wunderschöner Tag,
der gezeigt hat, dass das Miteinander stark macht und Freude bereitet.
 

Ricarda Wagner, Kärntnerstr.31, 57223 Kreuztal


Mainz

 

Beim 4. CI-Tag im CI-Zentrum Rheinland-Pfalz an der Universitätsmedizin
Mainz standen die CI-Kinder im Vordergrund, die aufgrund des Neugeborenen-Hörscreenings früh erkannt und früh versorgt werden können. Alle Beteiligten müssen sich auf diese neue Situation einstellen. Ich erläuterte, dass die Eltern früher schon oft vor der Sicherung der Diagnose ahnten, dass eine Hörstörung vorliegen könnte. Wird die Diagnose bei einem Baby gestellt, dann trifft sie Eltern oft völlig unerwartet. Bei den audiometrischen Verfahren spielen bei jungen Säuglingen objektive Methoden eine größere Rolle, etwa die frequenz-spezifische Hörschwellenbestimmung. Trotzdem sind subjektive Hörprüfungen unbedingt erforderlich. Über die besonderen Anforderungen einer Operation von Kindern im ersten Lebensjahr sprach OA Dr. Thorsten Mewes. Dr. Karl L. Lippert schilderte die Anforderungen bei der Prozessorprogrammierung bei Säuglingen und Kerstin Algner, Logopädin, sprach über das logopädische Vorgehen zur audioverbalen Therapie. Schließ-*lich schilderte Joachim Johänntgen Fortschritte in der Erfassung weicherer Parameter wie kommuni-kative Kompetenz, Coping oder Lippenablesen in der Indikationsstellung zur
CI-OP im Erwachsenenalter. In einer Studie hatte er CI-Kandidaten mit CI-Trägern verglichen und signifikant günstigere Ergebnisse bei den Patienten
mit CI gefunden. Patienten und Eltern sowie Pädagogen und Ärzte, die zu unserer Vortragsveranstaltung gekommen waren, konnten etwas dazulernen.
 

Prof. Dr. Annerose Keilmann, HNO-Klinik u. Poliklinik, Langenbeckstr. 1, 55131 Mainz


Marburg

Im Rahmen des 4. CI-Tages fand am 20. Juni 2009 in der HNO-Klinik eine Infoveranstaltung unter dem Motto ‘Taub und trotzdem hören!’ statt. Dr. Rainer-Matthias Weiß referierte über die Möglichkeiten und Grenzen des CIs. 2002 wurde in Marburg das erste CI eingesetzt und Anfang Juni 2009 das CIC Mittelhessen gegründet, das eng mit dem CIC Friedberg und der Kaiserberg-Klinik in Bad Nauheim zusammenarbeitet. Ziel ist es, die CI-Versorgung voranzutreiben und ein optimales Ergebnis für Patienten zu erreichen. Im
Verlauf des Nachmittags referierte Dipl.-Ing. Jochen Müller-Mazotta über Hörerfolge mit dem CI. Die Studentin Barbara Lips ging auf die Geschichte des CIs ein. Im Flur der HNO-Klinik informierte die CI-Selbsthilfegruppe ‘Mittelhes-sen’ über ihre Arbeit und stand auch gerne den Besuchern für Fragen rund
ums CI zur Verfügung. Ebenfalls vor Ort war der Integrationsfachdienst
Marburg-Biedenkopf, der sich um hörbehinderte Menschen im Arbeitsleben kümmert. Zum Schluss berichtete Christel Premper, wie sie zu ihrer Schwerhörigkeit kam und über den guten Hörerfolg mit dem CI.
 

Brigitte Becker, Am Hain 7, 35232 Dautphetal


München

 

Im Rahmen des 4. CI-Tages nutzten wir SHG-Leiter das Angebot der  Firma MED-EL, uns und unsere SHG-Arbeit bei ihrer Inforveranstaltung im Münchener Künstlerhaus am Lenbachplatz vorzustellen. Der Andrang an unserem Stand war den ganzen Tag sehr groß und wir freuten uns über reges Interesse. Es wurde deutlich, dass die CI-SHGs einen wichtigen Anlaufpunkt für CI-Interessenten darstellen. Bei vielen Gesprächen mit CI-Trägern und deren Angehörigen konnten neue Kontakte geknüpft werden. Die Bedeutung der
SHGs als Anlaufstelle bei Fragen für ihre Patienten betonten auch die Referenten aus den Münchener Kliniken. Gerne nahm ich an diesem Tag das Angebot der Firma MED-EL an und berichtete von meinen Erfahrungen mit
dem CI. Es war eine gelungene Veranstaltung und wir bedanken uns ganz herzlich bei dem Veranstalter für die Möglichkeit, dass wir unsere Arbeit
einem großen Personenkreis vermitteln konnten.
 

Regine Zille, Arberweg 28, 85748 Garching


Münster

Wir hatten uns auf den 4. Deutschen CI-Tag gut vorbereitet, in Zusammen-
arbeit mit der Pressestelle des UKM Münster wurde schon im Vorfeld in verschiedenen Tageszeitungen auf diese Veranstaltung hingewiesen. Und so kamen auch viele, die es gelesen hatten und besuchten uns am Stand. Wir hatten im Eingangsbereich der HNO-Klinik Münster einen Infostand, der von
15 bis 18 Uhr von Gruppenmitgliedern und Passanten gleichermaßen gut
belegt war. Somit konnten viele sich ein Bild machen, sei es direkt im
Gespräch oder mit Infomaterial, das genügend zur Verfügung stand. Einige Patienten haben wir schon an Ansprechpartner der implantierenden Kliniken vermittelt und hoffen, dass wir mit diesem Tag einiges bewegt haben.
 

Ewald Ester, CI-SHG Münster, Surdelweg 5, 49832 Messingen


Neustadt/Weinstraße

Es gibt einen Weg aus der Stille, dessen sind wir CI-Träger uns sicher. Diese Gewissheit und der 4. Deutsche CI-Tag waren der Anlass zum Beisammensein  in der Buchhandlung Osiander mit der Vorstellung des Buches Auf dem Jakobsweg – Stille und Hören genießen von  einer besonderen Autorin: Inge Ekwegba. Das Interesse war sehr groß und alle freuten sich auf die Lesung. Inge Ekwegba, eine echte Powerfrau, wollte trotz ihrer Ertaubung die Grenzen ihrer Belastbarkeit testen und wie viele andere auch in vier Wochen auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela pilgern. Inge träumt nicht nur ihr Leben, sie lebt ihre Träume, so weit es geht. In ihrem Buch schreibt sie: „Am Ende bereust Du immer nur das, was Du Dir nicht zugetraut hast!“ Das ganze Leben ist eine Pilgerreise. Mal geht es schwer, mal wie von selbst, aber:  ‘Immer, wenn du meinst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her.’ Eine wunderschöne Buchvorstellung und Lesung! Danke Inge. Unser 4. Deutscher CI-Aktionstag mit viel Aufklärung über das CI war wieder ein voller Erfolg. 

Gisela Mathä, SHG Neustadt-Pfalz, Bergsteinstr 6o, 67434 Neustadt-Pfalz


Neustadt/Weinstraße
 

‘So ein Tag, so wunderschön...’ Am Samstag, dem 20. Juni 2009,  8 Uhr, standen schon vier Helfer auf dem CI-Standplatz in der Hauptstraße und warteten auf die ‘Aufbaubefehle’ ihrer motivierten Einsatzleiterin! Irina, Peter, Jochen, Klaus und Gisela bauten einen Infostand auf, der Anziehungspunkt für Jung und  Alt war. Um 10 Uhr ging es so richtig los mit dem Publikumsverkehr. Einer von uns war ständig mit den Luftballons beschäftigt. Zuerst kamen die Kinder, dann die Mamas, Papas, Omas und Opas und viele andere. Meistens wurde gefragt und gesagt: „Hab’s in de Zeitung gelese, Däwe kennen wieder heere?“ (Habe es in der Zeitung gelesen, Taube können wieder hören?). 
Unsere Antwort: „Ja, ja, so ist es – es gibt einen Weg aus der Stille, mit einem CI!“  Uns  fiel auf, dass im Gegensatz der Jahre zuvor, viele Leute von dem CI Kenntnis hatten. Am Stand war immer etwas los. Internationales Publikum, es wurde auf deutsch, russisch, englisch, türkisch palavert, sogar in der Gebärdensprache kommuniziert. Hilfe und Unterstützung bekamen wir vom ‘Förderverein Hilfe für Behinderte in Russland, vom Gehörlosenseelsorger des Gehörlosenvereins Neustadt, sowie von Hörgeräte KIND, die kostenlose Hörtests anboten. Das gute Wetter bescherte uns viele Interessenten. ‘Taub und trotzdem hören!’ war das Zauberwort, es kam zu regen Gesprächen und interessanten Begegnungen. Punkt 12 Uhr kam von der Stiftskirche, die das Wahrzeichen von Neustadt ist, ein gewaltiger Glockenschlag. Zahlreiche Luftballons stiegen in den blauen Himmel. Für alle Beteiligten ein besonders gefühlsbetonter Moment.  Alle Neustädter konnten es lesen: ‘Taub und
trotzdem hören!’ Um 16 Uhr ging ein erfolgreicher Info-CI-Tag zu Ende.
Wir freuen uns jetzt schon auf den 5. Deutschen CI-Tag 2010!
 

Gisela Mathä, SHG Neustadt-Pfalz, Bergsteinstr 6o, 67434 Neustadt-Pfalz


Offenburg

Petrus hatte es gut mit uns gemeint. Bei sonnigem Wetter fand dieses Jahr der bundesweite 4. CI-Tag der Selbsthilfegruppe Freiburg diesmal in Offenburg statt. Voller Vorfreude auf einen erlebnisreichen Tag und Dank der guten Vorarbeit
von Johannes Schweiger waren das Zelt und die einzelnen Stände bald aufgebaut und vorbereitet. Auch die Firma Hörgeräte Friederichs aus Offenburg war mit einem Stand vertreten. Sie führte kleine Hörprüfungen durch und stellte neue Telefone für Schwerhörige vor. Anfangs kamen die Passanten nur zögerlich an den Stand. Aber bald war das Interesse geweckt und die ersten Gespräche fanden statt. Dann folgte der große Ansturm. Die ersten paar Stunden hatten wir alle Hände voll zu tun. Getränke und Brezeln, Kaffee und die vielen leckeren  Kuchen fanden zahlreiche Abnehmer. Karten für den Ballonflug-Wettbewerb wurden ausgefüllt und die grünen Luftballons schwebten gen Himmel. Die Kinder hatten große Freude daran. An einem Basteltisch konnten sich Klein und Groß der neuen Hutmode widmen und schon  bald präsentierten sich auch die CI-Träger in einem tollen Look mit der selbst hergestellten Kopfbedeckung. Die Stunden vergingen wie im Flug. Der CI-Tag war ein voller Erfolg. Geschafft, aber glücklich… und da wir eine tolle Gruppe sind, klappte auch der Abbau reibungslos.
 

Ingrid Fischer, Hegerfeldstr. 43, 77756 Hausach


Öhringen

Am 20. Juni 2009 war unsere SHG auch dieses Mal mit vielen Helfern beim
4. CI-Tag dabei. Wir hatten unseren Infostand wieder vor dem Einkaufszentrum Ö aufgebaut. Auch Hörgeräteakustiker Steiner war mit dabei. Bei ihm konnte
jeder einen kostenlosen Hörtest machen, was auch gerne genutzt wurde. Natürlich waren wieder die Ballons gefragt – und das nicht nur bei den Kleinen. Da am 16. Juni in der Hohenloher Zeitung und der Heilbronner Stimme ein Bericht über unsere SHG und die Aktion stand, kamen schon im Vorfeld
einige telefonische Anfragen. Genauso noch Tage nach der Aktion. Dieses
Jahr waren wir doch überrascht, dass einige ganz konkret wegen des Artikels kamen, um sich persönlich zu informieren – auch von weiter her. Wir waren
also viel mit Beratungsgesprächen beschäftigt und hatten keinerlei Langeweile. Gerne wurde das Infomaterial mitgenommen, um es zuhause in Ruhe zu studieren. Sehr wichtig ist es auch, dass wir selbst immer wieder als Betroffene Auskunft geben können. Das ist ein wichtiger Teil unserer Arbeit. So ist sofort zu sehen, dass man gegen Schwerhörigkeit, Ertaubung oder Taubheit etwas
tun kann. Nicht immer, aber oft. Die Zeit verging wie im Flug. Schnell mussten wir uns selbst noch mit einer Teilnahmekarte und einem Ballon versorgen. Pünktlich um 12 Uhr ließen wir unsere Ballons bei Sonnenschein in den Him-mel steigen. Da wir nachmittags noch unseren Jahresausflug als SHG hatten, begann dann das große Aufräumen und Abbauen. Bei den vielen Helfern war es aber schnell erledigt. Für uns steht jedenfalls fest: Auch beim nächsten CI-Tag werden wir wieder dabei sein.
 

CI-SHG Hohenlohe, Eveline Schiemann, Berliner Str. 28, 74613 Öhringen


Potsdam

Bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen hatten das
HTZ Potsdam und die Gesellschaft für Integrative Hörrehabilitation e.V. (GIH) Potsdam zum 4. Deutschen CI-Tag mit Kinderfest und Technik-Workshop geladen. Zu den Gästen gehörten unsere kleinen Schnecken mit ihren Eltern. Nach dem Motto ‘Kleine Schnecken werden zu Indianern’ fand unter freiem Himmel eine große Indianer-Party statt. Pünktlich um 12 Uhr fand dann die große Luftballon-Aktion statt, zu der die DCIG aufgerufen hatte. Nach einem Startkommando stiegen zahlreiche grüne Luftballons in die Luft. Zur Stärkung gab es ein herzhaftes Freiluft-Büfett, welches von der GIH Potsdam gesponsert wurde. Zur gleichen Zeit fand für Eltern und  Frühförderer ein Technik-Workshop statt, der die Gelegenheit bot, die theoretischen und praktischen Kenntnisse
im Umgang mit dem CI-Sprachprozessor aufzufrischen und zu festigen. Zusammen mit unserem Technikteam hatten die  Anwesenden die Möglichkeit, Fragen zu stellen und sich untereinander auszutauschen. Auch die Großen hatten im Anschluss die Gelegenheit, sich am Büfett zu bedienen.
 

Dr. Sandra Scholz, HTZ Potsdam, Zum Jagenstein 20, 14478 Potsdam


Trittelwitz bei Demmin

Zwei Gruppen fanden den Weg zum Wasserwanderplatz Trittelwitz, um den
4. Deutschen CI-Tag zu begehen. Die zwanzig Aktiven der Kanutour auf der Peene trafen sich um 7.45 Uhr in Demmin-Meyenkrebs, zehn Boote wurden gechartert, Kanus und Kajaks; um 8.45 Uhr begann die Tour. Die zweite
Gruppe rückte mit Auto, Hänger und Hund Pico gegen 10.30 Uhr an. Nach
dem Ausladen und Hin- und Hergetrage entstand ein perfekt aussehender Grillplatz mit Sitzgelegenheiten, Grill, Info-Stand und in Körben verborgenen Köstlichkeiten am idyllischen Ufer. Die Paddler schafften die etwa zwölf Kilometer auf der Peene in ungefähr zweieinhalb Stunden. Es war Natur pur mit einer mannigfaltigen Pflanzenwelt wie z.B. Seerosen, Lilien, Schilf, von Bibern angefressenen Bäumen und vielem mehr – und es war beruhigend, Balsam für die Seele! Gegen 11.30 Uhr waren dann die letzten Paddler am Rastplatz und wurden von den ‘Nichtpaddlern’ begeistert empfangen. Im Rahmen des 4. CI-Tages der DCIG veranstalteten der DSB-Ortsverein und das Hörbiko Neubrandenburg diese Aktion mit einem Informationsstand und der Luftballon-Aktion. Viele grüne Luftballons stiegen mit Kärtchen zum Wettflug in den
blauen Himmel. Wer sie wohl findet und reagiert?
 

Elke Barche, Semmelweisstr. 34, 17034 Neubrandenburg


Tübingen

Für uns war es ein Glücksfall, dass die HNO-Uniklinik Tübingen anlässlich des 4. CI-Tages einen Tag der offenen Tür veranstaltete – unsere Teilnahme wurde seitens der Klinik sehr begrüßt. Das Markenzeichen der SHGs in Baden-Württemberg, royalblaue T-Shirts mit ‘Taub und trotzdem hören!’, war nicht zu übersehen. Unser Standort war ein richtiger Anziehungspunkt. Die Klinik organisierte Vorträge, Führungen, ein Kinderprogramm etc. und lockte viele Interessierte an. Hörsäle der Uniklinik sind mit Induktionsschleifen ausgestattet und Gebärdendolmetscher waren im Einsatz. Jeder, der an Führungen und Vorträgen teilnahm, kam an unserem Stand vorbei, sodass sich viele Beratungsgespräche ergaben. Die Leute waren teilweise richtig gierig, viel über das CI zu erfahren – dies zeigt, dass wir Betroffenen mit der besten Überzeugung argumentieren können. Was wir – Andrea Schwärzer, Brunhilde Schäfer, Andreas Frucht und ich – erzählten, wurde von vielen mit Staunen aufgenommen. Ein besonderes Highlight – insbesondere für die Kinder – war mittags um 12 Uhr der Start von 1.000 Luftballons, die den Himmel kurzfristig grün dekorierten! Das Fazit nach dem langen Tag: Es hat sich gelohnt, noch
nie hatten wir so viele Gespräche am CI-Tag.
 

Sonja Ohligmacher, Wiesenäckerstr. 34, 70619 Stuttgart


Übach-Palenberg

Info-Stand auf dem Rathausplatz – Gehörlosen-Selbsthilfegruppe machte auf wirksame Hörhilfen aufmerksam! Im Rahmen des 4. bundesweiten CI-Tag am 20. Juni informierte die SHG Übach-Palenberg über die Möglichkeiten des CIs. Da die Möglichkeiten des CIs bei Patienten und Ärzten noch viel zu wenig bekannt sind, wollte die SHG hier für Aufklärungsarbeit sorgen. Das Motto
‘Taub und trotzdem hören!’ soll vermitteln, dass Gehörlosigkeit nicht hingenommen werden muss und es mit dem CI eine effektive und wirkungsvolle Langzeitlösung gibt.
 

Willi Lukas-Nülle, Lückerhof 19, 52531 Übach-Palenberg


Ulm

Am 20. Juni 2009 haben CI-Träger aus der Region erstmalig in einer Gemeinschaftsaktion der SHGs Bodensee/Oberschwaben und Allgäu zum
4. CI-Tag in das CI in der Ulmer Innenstadt den Schwerhörigen und anderen Interessierten vorgestellt. Das Echo war gut. Es sind Leute extra wegen unserem Stand gekommen, auch von jenseits der Donau, der bayerischen Seite. Das hat uns alle sehr gefreut. Silvia Weiß, SHG Bodensee/Oberschwaben, und Hannes Fabich, SHG Allgäu, hatten gute Arbeit geleistet: Plakat, Luftballon-Aktionen und vor allem einen sehr ansprechenden Infostand. Das Interesse war groß. Das Wissen, dass es nach einem Totalausfall des Gehörs eine wirkliche Hilfe gibt, war für einige sehr schwerhörige Interessenten richtig beruhigend. Ab 14 Uhr waren wir alle noch in der Universitäts-HNO-Klinik Ulm. Auch hierzu sind viele Interessierte gekommen. Nach einer Kaffeepause haben uns Prof. Dr. Nicole Rotter und Ingenieur Richard Leiacker über die chirurgische Operation, Anpassung des
CIs undRehabilitation informiert. Danach konnten Fragen gestellt werden,
die sehr ausführlich beantwortet wurden. Zum Schluss wurde noch über die Gründung einer SHG gesprochen, die in Ulm und Umgebung gebraucht wird. Auch dazu haben sich Engagierte gefunden, die dieses Vorhaben in die Tat umsetzen wollen. Es war eine gute Sache, die Silvia und Hannes und alle
Helfer an diesem Tag gemacht haben. Wir sagen ein herzliches Dankeschön.
 

Irmgard Klawon, Auslaufwerkstr. 2 A, 89257 Illertissen


Würzburg

 

‘Von Patient zu Patient, von Eltern zu Eltern’, unter diesem Motto
veranstalteten die CI-Selbsthilfegruppe Würzburg, das CI-Centrum Süd und
das Comprehensive Hearing Center (CHC) an der Univ.-HNO-Klinik Würzburg eine gemeinsame Zusammenkunft anlässlich des 4. CI-Tages der DCIG.
So nutzte an diesem heißen Nachmittag eine erfreulich hohe Anzahl von Besuchern, Patienten und Interessierten die Gelegenheit, sich in den Räumlich-keiten des CHC Würzburg zum Erfahrungsaustausch zu treffen. Im Mittelpunkt des Nachmittages standen die Gespräche zwischen Besuchern, Patienten und Experten. Die ‘Cafeteria’ im CHC bot einen angenehmen Rahmen für ungezwungene Begegnungen bei Kaffee und Kuchen, der von Mitgliedern der Selbsthilfegruppe gebacken worden war. Im ruhigeren Rahmen, in den einzelnen Räumen des CHC, konnten sich die Besucher über die Aktivitäten der Selbsthilfegruppe und der DCIG erkundigen.
Erika Bogár-Sendelbach, Audiopädagogin, informierte über Trainingsmöglich-keiten nach CI-Implantation und zeigte Übungen, die  gleich  ausprobiert
werden konnten. Dieses Angebot wurde von sehr vielen Besuchern geschätzt; mit verschiedenen Anregungen konnte man nach Hause gehen ‘zum Üben’. 
Ein besonderer Anziehungspunkt war der Operationssimulator, mit dem Besucher unter Anleitung eine ‘Ohr-Operation’ virtuell vornehmen und dabei die eigene Geschicklichkeit erproben konnten. In das Mittelohr und bis zur Wand der Cochlea zu gelangen und mit einem simulierten Bohrer im Felsenbein ein Bett für das Implantat zu fräsen, erforderte sehr viel Fingerspitzengefühl. Respekt dem Operateur! In einem anderen Raum wurde ausführlich über die Möglichkeiten der Rehabilitation für Kinder und Jugendliche am CIC Süd Würzburg informiert.
Anschauliche Materialien forderten ebenfalls gleich zum spielerischen Hör-Sprachlernen auf. Auch wenn an diesem Tag nicht so viele Eltern gekommen waren, lohnte es sich auch für die Erwachsenen, die Materialien einmal auszuprobieren. Für technische Fragen ‘rund ums CI’ stand ein Mitarbeiter der Firma MED-EL zur Verfügung, dessen Expertise ebenfalls vielfach genutzt wurde. Besucher äußerten sich z.B. so: „Ja, das sind ja nette Leute, die geben brauchbare Informationen.“ –  „…war ein netter Nachmittag mit viel Informationen“ – „eine angenehme Atmosphäre,“ – „alle auf einen Fleck, Dr. Müller, Techniker und viele Selbstbetroffene konnte man sprechen,“  „Wichtig war mir die Info von der CI-SHG.“ – „Ich habe die Klinik von einer ganz anderen Seite erlebt!“ So erklärte Prof. Dr. Müller, Leiter der Sektion ‘CIs und Hörprothetik’, an der Würzburger Klinik, im Namen aller Initiatoren, dass dieser Nachmittag ein gelungenes Beispiel für den direkten Erfahrungsaustausch zwischen Patienten und Experten war.
 

Dr. Heike Kühn, CHC  Würzburg, Josef-Schneider-Str. 11, 97080 Würzburg