|
"Taub
und trotzdem hören!" - Der 2. Deutsche CI-Tag 2006
Hören ist die
wunderbarste Sache der der Welt, solange man
es kann.
Was tun, wenn ein Kind taub geboren wird, oder ein
Erwachsener ertaubt?
Kommunizieren, Hören,
Sprechen, Diskutieren, Artikulieren,
Agieren.
Die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben wird
zum Problem.
In Deutschland haben sich seit 1988 über
9.000 ertaubte Erwachsene
und Eltern von gehörlos geborenen
Kindern für ein Cochlear Implantat (CI),
eine Innenohrprothese,
entschieden.
Durch das CI ist es tauben Kindern
möglich zu hören,
und somit auch Sprache zu erlernen, und in einer
lautsprachlich
orientierten Umwelt leichter zurecht zu kommen.
Ertaubten oder hochgradig schwerhörigen Erwachsenen wird
es durch
das CI erleichtert, im Beruf und auch im Alltag zu
bestehen.
CI-Trägerinnen und
Träger, ob jung oder alt, stehen vor einer
ganz
besonderen Lebenssituation. Bei den Betroffenen ist ein
hoher Informations-
bedarf und der starke Wunsch nach Austausch
mit anderen CI-Trägern vorhanden.
Ein besonderer Bedarf nach Beratung und Unterstützung besteht
bei
Eltern,
die vor der Entscheidung stehen, wie sie
mit der Situation,
dass ihr Kind taub
geboren wurde, umgehen
wollen.
Austausch, Information und Unterstützung sind notwendige
Mittel,
um hörgeschädigte und taube Menschen zu fördern
und zu begleiten.
Die Deutsche Cochlear
Implant Gesellschaft e.V. (DCIG) hat deshalb
den Deutschen CI-Tag unter dem Motto:"Taub und trotzdem hören"
ausgerufen.
Warum diese bundesweite Aktion?
Der 2. Deutsche
CI-Tag will:
- informieren über
Hilfsangebote und Ansprechpartner
- das Cochlear
Implant und die CI-Thematik in all seiner Vielfalt einer
breiten Öffentlichkeit bekannt machen
- informieren über
Problematiken und Barrieren von CI-Trägerinnen
und Trägern
- zeigen, wie viele Menschen sich bundesweit ehrenamtlich im CI-Bereich
engagieren
- die Selbsthilfe der
CI-Träger und deren Angehörigen und Familien
in Deutschland stärken
- bundesweite
Kooperationen und die Zusammenarbeit auf Regional-
und Bundesebene fördern
- eine Plattform sein
für regionale Gruppen, und Einrichtungen ihre
Angebote und Leistungen wirksam darzustellen.
|